Wien in 3 Tagen, zu Fuß

Dieser selbstgeführte 3-tägige Fußweg durch Wien umfasst 35 vertonte Sehenswürdigkeiten in einer einfachen Tag-für-Tag-Reihenfolge. Jeder Tag ist in eine Vormittags- und eine Nachmittagsrunde geteilt, und jeder Stopp hat in der Gingerguide-App eine zwei- bis dreiminütige Audiogeschichte.

Du bestimmst das Tempo: Das ist eine vorgeschlagene Reihenfolge, kein Zeitplan. Lauf sie in 3 Tagen oder streck sie. Ordne frei um; Wien belohnt Umwege.

Die Route durch Wien auf einen Blick

1234567891011121314151617181920212223242526272829303132333435Tag 1Tag 2Tag 31 km
Stopps in Routenreihenfolge, eine Farbe pro Tag. Ein Schema für Form und Entfernung, kein Stadtplan; die Live-Karte ist in der App.

Tag 1

Tag 1 führt über 12 Stopps und etwa 2,5 km Luftlinie, von Die Hofburg bis Ankeruhr. ≈ 2,5 km zwischen den Stopps, Luftlinie

Vormittag

  1. Die Hofburg: Ein ummauertes Viertel aus Palästen, das die Habsburger sechs Jahrhunderte lang erweiterten; seine barock wirkende Kuppel ist ein Nachtrag des 19. Jahrhunderts, und heute ist es die Winterresidenz, in der Österreichs Bundespräsident noch ein Büro unterhält. 0,1 km bis zum nächsten Stopp
  2. Österreichische Nationalbibliothek: Prunksaal: Ein fast achtzig Meter langer Barocksaal, als private Hofbibliothek der Kaiser erbaut und erst nach 1920 „national“ genannt, freskierte Decken, riesige Globen und die Bücher des Prinzen Eugen. 0,1 km bis zum nächsten Stopp
  3. Kaiserliche Schatzkammer: Die Schatzkammer der Habsburger, wo eine tausendjährige Kaiserkrone die Räume mit einem „Einhornhorn“ teilt, das in Wahrheit ein Narwalzahn ist, und einem „Heiligen Gral“, der geschnittener Achat ist. 0,1 km bis zum nächsten Stopp
  4. Spanische Hofreitschule: Lipizzaner-Hengste zeigen klassische Dressur in einem weißen Barocksaal, und das „Spanisch“ im Namen meint die iberische Abstammung der Pferde, nicht das Land. Es ist durch und durch, für immer wienerisch. 0 km bis zum nächsten Stopp
  5. Kaiserappartements & Sisi Museum: Neunzehn vergoldete kaiserliche Räume und ein Museum mit den Sonnenschirmen, Kleidern und Turngeräten von Kaiserin Sisi, die rastlose wirkliche Frau hinter der süßlichen Filmlegende, bis hin zur Feile des Mörders. 0,2 km bis zum nächsten Stopp
  6. Kohlmarkt: Eine kurze, glitzernde Fußgängerstraße mit Luxusgeschäften, die vom Graben zur grünen Kupferkuppel der Hofburg führt und in der noch immer die traditionsreiche Konditorei Demel in der Hausnummer vierzehn zu finden ist. 0,1 km bis zum nächsten Stopp

Nachmittag

  1. Peterskirche: Eine barocke Kirche mit grüner Kuppel, versteckt gleich abseits des Grabens. Ein vergoldetes Relief schreibt Karl dem Großen die Gründung einer Kirche an dieser Stelle im Jahr 792 zu, doch dieser Ursprung ist nur eine liebgewonnene Legende. 0,1 km bis zum nächsten Stopp
  2. Der Graben und die Pestsäule: Ein aufwallendes barockes Denkmal am Boulevard Graben, aus Dank nach der Pest von 1679 errichtet. Kaiser Leopold kniet an seinem Sockel, und die ihm zugeschriebene Totenzahl ist umstritten. 0,2 km bis zum nächsten Stopp
  3. Stephansdom: Die gotische Kathedrale Wiens, deren schlanke Südturmspitze die Wiener liebevoll den Steffl nennen. Ihre große Glocke, die Pummerin, hängt nicht dort, sondern im niedrigeren, unvollendeten Nordturm auf der anderen Dachseite. 0,2 km bis zum nächsten Stopp
  4. Mozarthaus Wien (Figarohaus): Die einzige von Mozarts rund einem Dutzend Wiener Wohnungen, die noch steht. In diesen Räumen hinter dem Dom komponierte er hier, auf dem Höhepunkt seines Erfolgs, Die Hochzeit des Figaro. 0,5 km bis zum nächsten Stopp
  5. Stadtpark: Wiens erster städtischer Park, 1862 entlang der Ringstraße eröffnet, vor allem bekannt für sein vergoldetes Johann-Strauss-Denkmal und einen Garten voller Denkmäler für die Komponisten der Stadt. 0,8 km bis zum nächsten Stopp
  6. Ankeruhr: Eine Jugendstiluhr, die zwei Gebäude über dem Hohen Markt verbindet. Historische Gestalten ziehen über ihr Zifferblatt, um jede Stunde zu markieren, doch die volle Parade erscheint nur einmal, zu Mittag.

Tag 2

Tag 2 führt über 12 Stopps und etwa 3,1 km Luftlinie, von Mahnmal am Judenplatz bis Karlskirche. ≈ 3,1 km zwischen den Stopps, Luftlinie

Vormittag

  1. Mahnmal am Judenplatz: Rachel Whitereads schlichte „Namenlose Bibliothek“ aus Gussbeton, 2000 enthüllt, gedenkt der rund 65.000 in der Schoah ermordeten österreichischen Juden, über den ausgegrabenen Fundamenten einer mittelalterlichen Synagoge. 0,3 km bis zum nächsten Stopp
  2. Café Central: Ein prächtiges gewölbtes Kaffeehaus im Palais Ferstel, 1876 eröffnet und 1975 wiedereröffnet, einst Treffpunkt der Schriftsteller und geistreichen Köpfe Wiens und des jungen Trotzki. 0,3 km bis zum nächsten Stopp
  3. Burgtheater: Wiens großes Nationaltheater, 1888 hierher übersiedelt. Seine Feststiegen verbergen Deckengemälde des jungen Gustav Klimt, seines Bruders Ernst und Franz Matsch, Überlebende des Brandes von 1945. 0,3 km bis zum nächsten Stopp
  4. Wiener Rathaus: Friedrich von Schmidts neugotisches Rathaus, 1883 fertiggestellt, wird vom kupfernen Rathausmann bekrönt. Auf seinem Platz finden der Wiener Christkindlmarkt und ein winterlicher Eislaufplatz statt. 0,3 km bis zum nächsten Stopp
  5. Österreichisches Parlamentsgebäude: Theophil Hansens Parlament im Stil der griechischen Neoklassik entstand 1883 für den Reichsrat des Kaiserreichs, nicht für eine Republik. Athene bewacht den Brunnen davor; das Gebäude wurde 2023 renoviert wiedereröffnet. 0,3 km bis zum nächsten Stopp
  6. Naturhistorisches Museum: Als Zwilling des gegenüberliegenden Kunstmuseums wurde dieser naturhistorische Palast früher eröffnet, im Jahr 1889. Zu seinen 30 Millionen Objekten gehört die eiszeitliche Venus von Willendorf. 0,1 km bis zum nächsten Stopp

Nachmittag

  1. Maria-Theresien-Platz: Ein feierlicher Platz zwischen zwei Museumszwillingen, dessen Mittelpunkt das größte Denkmal für Kaiserin Maria Theresia bildet. Sie thront und umklammert das Dekret, das ihr den Thron sicherte. 0,1 km bis zum nächsten Stopp
  2. Kunsthistorisches Museum: Das kaiserliche Kunstmuseum wurde 1891 eröffnet, ein Zwilling des gegenüberliegenden naturhistorischen Museums. Es beherbergt die weltgrößte Bruegel-Sammlung und Cellinis berühmtes goldenes Salzfass. 0,5 km bis zum nächsten Stopp
  3. Albertina: Ein Habsburgerpalais auf der alten Stadtmauer, Heimat einer der größten grafischen Sammlungen der Welt. Seine berühmten Dürer-Originale sind so empfindlich, dass Besucher meist Faksimiles zu sehen bekommen. 0,1 km bis zum nächsten Stopp
  4. Hotel Sacher: Ein Inbegriff Wiener Luxus hinter der Staatsoper, 1876 eröffnet und Heimat der Original Sacher-Torte, der Schokoladen-Marillen-Torte, um die ein berühmter Rechtsstreit geführt wurde. 0,1 km bis zum nächsten Stopp
  5. Wiener Staatsoper: Das prächtige Haus an der Ringstrasse wurde 1869 als kaiserliche Hofoper eröffnet, 1945 durch Bomben ausgebrannt und 1955 wiedereröffnet. 0,6 km bis zum nächsten Stopp
  6. Karlskirche: Eine barocke Votivkirche am Karlsplatz, errichtet nach dem Pestgelübde Kaiser Karls VI. von 1713, berühmt für ihre grüne Kuppel und zwei Spiralsäulen nach dem Vorbild der antiken Trajanssäule in Rom.

Tag 3

Tag 3 führt über 11 Stopps und etwa 34 km Luftlinie, von Secessionsgebäude bis Der Kahlenberg. ≈ 34 km zwischen den Stopps, Luftlinie

Vormittag

  1. Secessionsgebäude: Ein weißer Jugendstiltempel, gekrönt von einer goldenen Kuppel, die die Einheimischen das Goldene Krauthappel nennen. Sein Untergeschoss birgt das restaurierte Original von Klimts schimmerndem Beethovenfries. 0,2 km bis zum nächsten Stopp
  2. Naschmarkt: Wiens größter und bekanntester Innenstadtmarkt, ein langes Band aus Essensständen und Restaurants entlang der Wienzeile, mit einem weitläufigen Flohmarkt an seinem westlichen Ende samstags. 0,6 km bis zum nächsten Stopp
  3. MuseumsQuartier: Ein riesiges Kunstviertel in den alten barocken Stallungen des Kaisers, das den Schiele-Schatz des Leopold Museums, das Basalt-mumok und Höfe voller bunter, verschiebbarer Enzi-Liegen vereint. 4,1 km bis zum nächsten Stopp
  4. Schloss Schönbrunn: Die riesige barocke Sommerresidenz der Habsburger, für Kaiserin Maria Theresia umgebaut, mit über 1.400 Räumen, ein UNESCO-Welterbe-Ensemble, in dem einst ein sechsjähriger Mozart für den Hof spielte. 0,7 km bis zum nächsten Stopp
  5. Tiergarten Schönbrunn: 1752 als kaiserliche Menagerie im Schlosspark gegründet, ist der Tiergarten Schönbrunn der älteste noch betriebene Zoo der Welt, heute berühmt für die Zucht von Großen Pandas. 0,7 km bis zum nächsten Stopp
  6. Schlosspark Schönbrunn und die Gloriette: Der großzügige französische Barockpark von Schönbrunn, 1779 für die Öffentlichkeit geöffnet, gekrönt von der Gloriette von 1775 auf dem Hügel, die den klassischen Blick zurück über das Schloss und Wien rahmt. 10 km bis zum nächsten Stopp

Nachmittag

  1. Zentralfriedhof (Wiener Zentralfriedhof): Einer der größten Friedhöfe Europas, 1874 in Simmering eröffnet, berühmt für seine Ehrengräber mit Beethoven, Schubert und anderen großen Komponisten sowie für seine kuppelgekrönte Jugendstilkirche. 6,2 km bis zum nächsten Stopp
  2. Das Belvedere (Schloss Belvedere): Die beiden barocken Sommerschlösser des Prinzen Eugen von Savoyen über einem terrassierten Barockgarten, heute ein Kunstmuseum mit der weltweit größten Klimt-Sammlung, darunter der goldene „Der Kuss“. 2 km bis zum nächsten Stopp
  3. Hundertwasserhaus: Ein farbenfroher, wellenbödiger städtischer Wohnblock nach dem Entwurf des Künstlers Friedensreich Hundertwasser, erbaut in den 1980er-Jahren, berühmt für seine Patchwork-Fassade und die aus den Fenstern wachsenden Bäume. 1,1 km bis zum nächsten Stopp
  4. Das Wiener Riesenrad: Ein Riesenrad von etwa 65 Metern Höhe, 1897 zum goldenen Thronjubiläum von Kaiser Franz Joseph errichtet und durch den Film „Der dritte Mann“ von 1949 weltberühmt geworden; ein geliebtes Wahrzeichen Wiens. 8,2 km bis zum nächsten Stopp
  5. Der Kahlenberg: Ein 484 Meter hoher Hügel im Wienerwald mit einem weiten Panorama über die Stadt und die Donau, und die Höhe, von der aus das Entsatzheer 1683 die osmanische Belagerung Wiens brach.

Entfernungen sind Luftlinie zwischen den Stopps; die Straßen fügen etwas hinzu.

Wo die Route isst

Essens- und Marktstopps der Tour durch Wien, jeder mit eigener Geschichte in der App:

  • Kohlmarkt: Eine kurze, glitzernde Fußgängerstraße mit Luxusgeschäften, die vom Graben zur grünen Kupferkuppel der Hofburg führt und in der noch immer die traditionsreiche Konditorei Demel in der Hausnummer vierzehn zu finden ist.
  • Naschmarkt: Wiens größter und bekanntester Innenstadtmarkt, ein langes Band aus Essensständen und Restaurants entlang der Wienzeile, mit einem weitläufigen Flohmarkt an seinem westlichen Ende samstags.

Unterwegs in Wien

Wiener Linien betreibt fünf U-Bahn-Linien, Straßenbahnen und Busse; alle drei erschließen die Innere Stadt und die umliegenden Bezirke.

Tickets: Ein Einzelticket kostet 3,20 EUR (3,00 EUR in der App, 3,40 EUR in der Straßenbahn) und die 24-Stunden-Wien-Karte 10,20 EUR; die separaten 48- und 72-Stunden-Tickets wurden bei der Tarifänderung im Januar 2026 abgeschafft.

Vom Flughafen: Die S-Bahn S7 der ÖBB verbindet den Flughafen Wien und Wien Mitte in etwa 20 bis 22 Minuten, zum Kombitarif von 5,50 EUR; der City Airport Train ist die schnellere, teurere Direktverbindung.

Zu Fuß: Die Innere Stadt innerhalb der Ringstraße ist kompakt, die meisten Sehenswürdigkeiten liegen zu Fuß etwa 15 Minuten voneinander entfernt.

Quellen für die praktischen Hinweise

Schon deine Füße

Schalte in der App das Radar ein und lass das Handy in der Tasche; es tippt dir auf die Schulter, wenn eine Geschichte aus Wien nah ist, damit du keinen Stopp verpasst.

Aktualisiert:

Lauf Wien mit eingeschalteten Geschichten

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